Samstag, 22. Mai 2010

Shaker Esstisch - 22.05.2010 die 2.

Die Tischplatte wird jetzt fein geputzt. Dafür nehme ich den Putzhobel von Gerd Fritsche. Fein eingestellt, arbeitet er wunderbar. Eben ein Infill. Nachteil der Norris Verstellung: Man kann die Höhe nicht während des Hobelns verstellen. Aus diesem Grunde benutze ich ihn eher selten. Da ist die Bedrock Form der LN im Vorteil. Neben dem Infill ist das Richtlineal. Mit meinen eher bescheidenen Mitteln ist die Tischplatte schön gerade geworden.Jetzt werden die Löcher für die Dübel gebort. Die Miller Falls macht das sehr gut.
Die Dübel stelle ich aus amerik. Nussbaum her. Sie werden 8 mm.
Zuerst gehe ich auf 10 mm. Natürlich wird vorher schön angespitzt.
Dann final auf 8 mm.
Und so sieht das Resultat aus.

Danach werden die Stangen auf 30 mm gekürzt.
Und anschließend versenkt. Das dürfte halten.

Shaker Esstisch - 22.05.2010



Das Stirnholz wird beigehobelt. Hierzu wird der LN # 5 1/2 und 4 1/2 benutzt. Die Späne werden gut entsorgt.
Jetzt sind die Überstände an der Verleimnaht an der Reihe. Es ist erstaunlich, wie schnell das mit etwas Übung geht. Da kommt kein Schleifer mit. Für jeden schönen Span müßte man auch erheblich Schleifstaub machen.
Zwischendurch wird der 5 1/2 wieder getunt. Hier benutze ich 100 und 400 Schleifpapier.
Das Resultat. Jetzt muß nur noch mit Autopolitur gepflegt werden
Und weiter geht es. Übrigens mußte ich die Hobelbank ca. 50 cm vorziehen. Also ein Grund, die Bank nicht unnötig schwer zu machen. 120 KG reichen durchaus. Wichtig ist, Verstrebungen (ich habe Kreuze in die Beine eingelassen) zu montieren.

Sonntag, 16. Mai 2010

shaker Esstisch - 16.05.2010 die 2.

Hier sieht man jetzt die andere Seite der Tischplatte. Die drei Zapfen stehen 30 mm hervor und der Rest 10 mm. Dadurch gewährleistet man, daß die Tischplatte gerade bleibt.Hier sind die beiden Stirnhölzer angeleimt. Man muß bei den Stirnhölzern darauf achten, daß man möglichst stehende Jahresringe nimmt, ähnlich wie bei den Friesen von den Türrahmen. Dieses Holz schwindet/wirft sich am wenigsten. Ihr seht, jetzt reichen bei dieser Länge auch die Rohrzwingen nicht mehr. Aber man weiß sich ja zu helfen und spannt zwei Zwingen aneinander. Mit etwas Gefühl funktioniert das. Natürlich werde ich die Stirnhölzer an der Seite und am Kopfende kürzen. Somit erspare ich mir ein Schutzholz, daß ich ansonsten dazwischen spannen müßte.
Nahsicht. Ich habe das Stirnholz einen Hauch stärker gelassen. Somit kann man das Stirnholz leichter an die Tischplatte anpassen.

Hier wird die Stütze der Tischplatte gefügt. Leider bekomme ich die nicht aus einem Holz. Aber unter dem Tisch darf man wohl zwei Stücke zusammenleimen. Sie werden ca. 13 cm hoch. Gefügt wird mit #5 1/2.Frisch geschärft und gut justiert kommt ein schöner Span heraus.
Den mußte ich haben. Übrigens weil wir neulich davon sprachen. Dies geht mit dem #7 ebenfalls. Mit dem habe ich die Stirnhölzer gefügt.
Es wird geleimt.
Das Fügen der Stirnhölzer habe ich jetzt nicht fotografiert. Hier fräse ich die Nuten für die Federn der Tischplatte.
Nahaufnahme. Oben, Mitte und Unten werden 3 cm gefräst, ansonsten durchgehend 1 cm. Durchmesser ist 8 mm.
Das erste Stirnholz wird angepasst. Geleimt wird nur in der Mitte, damit das Holz arbeiten kann.

Für Dirk - Stifte, Hobel, Meßwerkzeuge

So schaut mein selbstgebauter Systainerschrank aus. Oben habe ich zwei ca. 5 cm hohe Schubladen eingebaut. Schöne Shakerknöpfe und die Führung gewachst. So lassen sie sich einfach öffnen.Es sind zwar keine Stifte drin, aber Messwerkzeuge. Der obere Part ist verschiebbar bzw. ausnehmbar. Sollte auch für Stifte gehen.
So sieht es in meiner Ulmia aus. Allderdings ist diese Variante wohl zu hoch für Dich.
Und weil Deine Hobel noch rumliegen, frei nach Ottmar "als Gedankenanstoß". Für die Sägen natürlich auch.

Shaker Esstisch - 16.05.2010

Die ersten Fräsungen. Die Feder wird 3 cm tief und ich habe so viel Frästiefe gelassen, daß meine Oberfräse noch am Brettende aufliegen kann. Das hilft.
Zuerst wird parallel gefräst, dann um 45 Grad gedreht und ein weiterer Abschnitt gefräst.

Samstag, 8. Mai 2010

Shaker Esstisch - 08.05.2010

Heute wird die Tischplatte für das Stirnholz vorbereitet. Stirnholz nehme ich gerne (Die Shaker natürlich auch) um das Werfen der Tischplatte zu verhindern. Dazu erstelle ich eine Vorrichtung, da rundherum an den Enden der Platte gefräst werden muß.Zwei Multiplexplatten a 105 cm, dazwischen zwei Hölzer a 30 mm und schon ist die Hilfsvorrichtung fertig.
Sie geht gerade über die Tischplatte. Trotzdem zwinge ich es noch fest. Die Balken sorgen dafür, daß die Platte schön gerade bleibt.

Samstag, 1. Mai 2010

Shaker Esstisch - 01.05.2010

Jetzt ist die gesamte Plattenbreite verleimt. Ca. 210 X 100 cm.Leider ist beim Verleimen ein Riss entstanden. Da ich leider kein Reserveholz mehr habe, muß ich das behandeln. Gott sei Dank ist der Riss nicht bis zur Oberseite durchgegangen. Dieser Fehler ist für mich akzeptabel.
Die Fräse wird vorbereitet. Der Fehler soll ausgefräst werden und mit einem Einsetzholz repariert werden.
Die Fräsung, ca 15 mm tief.
Das Einsetzholz wird eingepasst mit dem LN Blockhobel.
Eingepasst, die obere Spitze wird noch abgeschnitten, die interessiert uns also nicht.
Das wird jetzt noch weiter abgehobelt. Es arbeitet der LN #4 Bronze.
Und weiter geht es...
Jetzt wird die untere Tischseite glatt gehobelt. Früher habe ich das mit dem Metabo Bandschleifer gemacht. Aber nachdem ich meine Ulmia Hobelbank geglättet habe, fürchte ich solche Hobelarbeiten nicht mehr. Es geht übrigens schneller als mit dem Schleifer. Hier ist der LN # 5 1/2 bei der Arbeit.

Samstag, 24. April 2010

shaker Esstisch - 24.04.2010 die zweite

Hier ist die zweite Seite der Tischplatte geleimt.Da die Platte ca. 95 cm breit werden soll, mußte ich noch ein weiteres Brett zurechtschneiden. Das Brett mußte noch etwas gekürzt werden, dazu nehme ich den LN Fuchsschwanz, Crosscut 8 TPI oder PPI (ich kann es mir nicht merken).
Hier sind die beiden Teile, die ich morgen zusammenfügen werde.

Shaker Esstisch - 24.04.2010

Der Urlaub ist zu Ende und es geht weiter mit dem Shaker Esstisch. Hier werden die Kanten mit dem LN #7 gefügt. Die Tischstärke beträgt runde 28 mm und es bedarf schon einiger Übung, um diese Breite rechtwinklig zu bekommen. Sonst füge ich bis 20 mm und ich hätte nie gedacht, daß dies so ein Unterschied ist. Bei den ersten Brettern tue ich mich schwer.Hier sieht man den schönen Span aus dem #7.
Immer wieder die Rechtwinkligkeit prüfen. Man ist erstaunt, wie schnell man die 90 Grad verläßt und dann multipliziert sich der Fehler und ist später sehr schwierig zu korrigieren. Natürlich habe ich das Brett vorher mit der Hobelbank auf Hügel und Täler geprüft. Auch dazu ist eine 2 m Bank gut.
Hier sind die ersten 3 Bretter lose übereinander gelegt. Das geht bei 28 mm Breite natürlich gut. Je besser das von Anfang an passt, desto weniger Mühe hat man später beim Verleimen.
Trotzdem setze ich noch Lamellos. Da ich später an jeder Seite ein Stirnholz ansetze, bleibe ich ca. 20 cm vom Rand weg.
Der alte Spruch stimmt wieder einmal. Man kann nie genug Zwingen haben. Mit den Zwingen hat sogar die eine Plattenhälfte ein ordentliches Gewicht.

Mittwoch, 14. April 2010

Sie können auch Fuchsschwänze

Klaus und Pedder haben mir einen schönen Fuchsschwanz gebaut. Da ich schon einen Querschnitt von Lie-Nielsen habe, wurde es diesmal ein Längsschnitt. Vielleicht sagt Pedder noch etwas zur Bezahnung. Ich kann mir das nicht merken. Hier der erste Schnittversuch aus der Box raus. Einfach fantastisch seidenweich. Ein wahrer Traum. Natürlich paßt der Griff wie in die Hand gewachsen.Der Vergleich zur LN. Diese Säge hält ihn ohne Probleme stand. Der Nußbaumgriff ist für meine Begriffe noch edler. Man achte auch auf die vordere Nase. Sie ist Pedder wirklich sehr sehr gut geglückt.
Hier richte ich übrigens die Bretter für die Tischplatte ab. Da die Platte runde 28mm stark wird, ist das ein ganz neues Gefühl für mich. Sonst mache ich nur 20mm. Ich hätte nicht gedacht, daß man den Unterschied so merkt.

Hallo Bernhard,

schön, dass er Dir gefällt. Die Fuchsschwänze für Dich und Marc waren ganz besondere Projekte, weil wir ins kalte Wasser gesprungen sind. Es sind die beiden ersten rückenlosen Sägen, die wir überhaupt gebaut haben. Daher sind wir sehr glücklich, das alles ziemlich glatt gelaufen ist. Auch wenn Du am Ende noch mitgeholfen hast. (Der Fuchschwanz war mir aus der Kluppe auf die Bank geknallt und ich hatte keinen passenden Kleber für den feinen Riss.)

Die Bezahnung sind 8 tpi Rip Cut, also 0° Fleam/Schrägung und 6°-0° Rake/Neigung. Und weil Du das so gern hast, habe ich am Ende die Zähne abgeklebt und das Blatt poliert. (Bei Marc natürlich auch.)

Liebe Grüße
Pedder