Samstag, 11. Juli 2009

Hobelbank abhobeln

Volker hat mich angesteckt. Er hat eine ca. 50 Jahre gebrauchte Ulmia erstanden und aufgearbeitet. Meine ist zwar erst knappe 15 Jahre alt, aber sie wurde noch nie abgehobelt. Ich hatte bis dato zu viel Respekt davor. Also benutzte ich immer Bandschleifer und Rotex. Eine Kontrolle ergab Berg und Tal im mm Bereich.
Die ersten Schritte habe ich leider nicht fotografiert. Hier seht Ihr den #7 in Aktion. Die dunklen Teile müssen noch geglättet werden. Das helle Holz ist schon abgenommen.
Das sind schon die letzten Züge. Ich habe das Eisen bestimmt 7 mal geschärft. Leider wurde auch die Sohle von dem Leinöl der Hobelbank angegriffen. Da mußte ich öfter mit Verdünner reinigen. Nach dem Schräghobeln geht es jetzt von rechts nach links.

Das kann sich sehen lassen. Abnahme ca. 1 - 2 mm. So gut sah das mit dem Bandschleifer nie aus.Augenscheinlich bin ich  noch nicht abgehärtet genug. Man kommt natürlich ins Schwitzen und schon ist die Blase da. Ein ausgesprochen schönes Teil.

Hier mein Aufbau zum Zinken. Ich hatte noch eine Vorrichtung für meinen Akkuschrauber oder Handfräse. Den kann ich hin und herschieben. Jetzt dient er mir als hinterer Stop für das Zinkenbrett.Fast hätte ich es vergessen. Die Kontrolle der Hobelbank. Wie ich finde, ganz ok.

Kommentare:

  1. Hallo Bernhard,

    das sieht sehr gut aus! Wenn ich deine Hobelbank im jetzigen Zustand so sehe, komme ich ins Grübeln ... Meine benötigt dringend eine Kur. Auch ich habe mich seither etwas davor gedrückt und nur gelegentlich dem Bandschleifer Gelegenheit gegeben, seine Existenzberechtigung nachzuweisen. Mit mässigem Erfolg. In der Mitte hängt die Platte ca. 1 mm durch. Du hast mich sehr motiviert, den Bandschleifer in den Tiefen der Schublade zu lassen und stattdessen den BUJ etwas tanzen zu lassen.

    Dein versatile Huntboard verfolge ich mit grossem Interesse. Die Schwalbenschwanzverbindungen sind einsame Klasse! Fast schade, dass sie halbverdeckt sind, so passgenau wie sie sind. Aber das Design des Möbels lässt keine offenen zu, das ist schon klar. Immerhin sieht man die aussergewöhnlich schöne Arbeit, wenn die Schubladen geöffnet werden :-)

    Viele Grüsse
    Klaus

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  2. Hallo Klaus,

    als alter Bedrockfan benutze ich die Bevel Up nur selten. Tatsache ist, bei der Hobelbank ist Masse sehr hilfreich. Auf der anderen Seite kommen sehr viele Holzwerker sehr gut mit diesen Hobeln aus. Ich kann nur sagen, nur Mut, man trägt erstaunlich wenig Holz mit dem Hobel ab und meine Bank ist heute gerade. Viel besser als mit dem Bandschleifer oder Rotex.

    Danke für das Lob bzgl. des Huntboards. Ganz ehrlich, die Fotos sind gnädig mit mir. In Natura sieht man schon noch die eine oder andere Ungenauigkeit.

    Ich freue mich schon auf die neue Säge, die Pedder auf Reise geschickt hat. Mit ihr werde ich mindestens eine Schublade versuchen. Die Fotos werden natürlich gezeigt.

    Viele Grüße
    Bernhard

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  3. Super geworden! Habe auch eine tolle alte Hobelbank aus einer Schule abgestaubt und möchte diese nun aufarbeiten. Ich besitze allerdings "nur" einen schönen E.C.E Doppelhobel, den ich erst vor kurzem ersteigert habe. Also wirklich geübt bin ich noch nicht... Was meint ihr, könnte man das auch mit so einem Teil probieren oder sollte es schon eine Rauhbank, um ein gutes Ergebnis zu erzielen?
    Eigentlich hab ich richtig Lust mich an dem Teil auszutoben...
    Grüße aus Hamburg
    Nils

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    1. Hallo Nils,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Grundsätzlich sollte man für diese Aufgabe einen längeren Hobel benutzen. Grund ist die lange Referenzfläche des Hobels. Angenehm ist auch das größere Gewicht.
      Ich kenne den ECE Doppelhobel und habe ihn benutzt und wieder verkauft, weil ich die engl. Modelle lieber hatte. Aber das ist meine persönliche Meinung.
      Vor dieser schweißtreibenden Aktion würde ich erst einmal mit dem Hobel üben. Das A und O ist ein scharfes Eisen. Wie das zu bewerkstelligen ist, zeigt Dir die Schärfanleitung von Friedrich unter www.woodworking.de oder meine Demonstration auf dieser Seite.

      Viele Grüße
      Bernhard

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