Sonntag, 16. August 2009

Hobelbau bei Gerd Fritsche - 15.08.09

Es trafen sich Beat, Martin und ich bei Gerd zum Hobelbau. Hier sind die Einzelteile, die wir zusammensetzen müssen.Ein Nietblock.
Hier werden die bereits vorgefertigten Seitenteile auf die Sohle angepaßt. Gerd hat vorgefräst und jetzt müssen wir die Seiten der Schwalben schräg feilen, damit wir die Teile zusammennieten können.
Hier bin ich beim feilen. Gerd hat den Schraubstock schön hoch gesetzt.
Wieder beim feilen.
Martin bei der Arbeit.
Natürlich mußte auch er feilen.
Der Chef feilt selber. Man sieht, alte Schule - er machte uns allen etwas vor.
Martin und im Hintergrund Gerd.
Wieder Martin beim Schrägfeilen.
Die Hobelseiten wurden zusammengeschraubt und dann exakt parallel gefeilt. Wieder feilen.
Zwischendurch mußten wir uns entspannen. Also holte Gerd bereits fertige Hobel raus. Das war Ansporn und machte Appetit.
Leider hat Gerd große Hände und man sieht nichts vom Hobel.
Unser Beat beim Feilen. Auch er kam nicht daran vorbei.
Jetzt wurden die Kanten gebrochen. Übrigens waren wir drei Leute und jeder hat einen unterschiedlichen Hobel gebaut.
Beat einen Bestoßhobel, Martin eine kurze Raubank und ich einen Putzhobel.
Das ist ein Foto wert. Beats Arbeitsplatz. Überall Ordnung......
Wieder beim Feilen des Randes.
Fortsetzung.
Hilfestellung vom Meister.
Zwischenzeitlich hat Gerd sich etwas leichteres angezogen und jetzt ist er beim Bohren.
Beat beim Kantenfeilen. Er hat für die Seiten anderes Material genommen.
Gerd schleift. Man beachte die gediegene Schleifmaschine. Alles gewichtige Teile.
Hier wird die Lateralverstellung des Eisens eingenietet. Das macht Gerd lieber selber.
Hochzeit, die Seiten werden mit der Sole über den Nietblock vereinigt. Ich darf sagen, eine schweißtreibende Arbeit bei den schummerigen Temperaturen.
Der Chef sieht noch richtig gut aus.....
Es hilft nichts. Hier wird noch weiter genietet.
Kontrolle durch Gerd. Man sieht, erstklassige Vorbereitung des Nietblocks.
Hier bin ich beim Hämmern.
Detailaufnahme
und das Resultat.
Nochmals im Detail. Die Lücken müssen zu sein.
Der Gerd hämmert nach, da kennt er kein Pardon.
Die Fortschritte der Kollegen.
Gerd schleift meinen Hobelkorpus auf seiner Nostalgieschleifmaschine. Ein Superteil.
Es wurde mollig, da zog Gerd lieber Handschuhe an.
Martin, andächtig beim Hämmern, da wurde sogar seine gutsitzende Frisur durch den Schweiß derangiert.
Hier werden die Überstände auf der 1.2 mt Fräsmaschine durch Gerd abgefräst. Ein traumhaftes Erlebnis.
Die Maulöffnung wird passend gefeilt.
Nach vollendeter Arbeit haben wir uns eine Stärkung verdient. An dieser Stelle ein dickes Lob an Gerds Frau. Sie hat uns liebevoll und köstlich bewirtet. Von links nach rechts: Beat, Doris, Martin und Gerd.
Der Meister mit seinen Lehrlingen: Martin, ich, Gerd und Beat. Natürlich wurde jetzt gefachsimpelt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich entschuldigen, daß die perfekte Gastgeberin - Gerds Frau nicht mit ins Bild aufgenommen wurde. Ich glaube, wir waren am Ende doch ein wenig erschöpft.
Fazit: Dieser Hobelbau bringt ein Menge Erfahrung. Am Ende waren wir uns alle einig: Es ist kein "Hexenwerk" (O-Ton Gerd), aber man sollte:

a) einen ordentlichen Schraubstock haben (150 mm Backenbreite)
b) eine ordentliche Bandschleifmaschine

und eine Menge Geduld. Gerd hat eine tolle PDF Anleitung erstellt, aber da sind wir uns einig, den eintägigen Workshop kann sie nicht ersetzen. Gerds Hilfe war einfach Gold wert. 
Obwohl wir um 9:00 Uhr pünktlich gestartet sind, haben wir bis nach 20:00 Uhr emsig gearbeitet. Gerd hat erkannt, daß ein Tag wohl doch zu wenig ist. Der nächste Workshop geht über 2 Tage. Auf jeden Fall ist Gerds geräumige Werkstatt immer einen Besuch wert.

Alle haben Erfahrung gesammelt und wir hatten eine Menge Spaß. Im Laufe der Woche werde ich den Hobel fertig stellen und dann gibt es weitere Bilder.

Nochmals Dank an die tolle Truppe und besonders an Gerd nebst Gattin für die unendliche Geduld.

Dienstag, 11. August 2009

Ein Mann hält Wort

Die bereits vor langem verleimte Platte wird geputzt. Als Stilelement hat die Platte vorne eine ganz dezente Rundung und ist nach unten gefast. Hier ist #5 1/2 in Aktion.
Wieder der #5 1/2.

Jetzt kommt der 4 1/2 High Angle Frog in Aktion.
Ganz zum Schluß folgt die Ziehklinge.
Hier werden die Festhaltklötzchen für die Platte vorbereitet.
Das Huntboard steht endlich. Von Ende Mai bis heute. Ich bin zufrieden.
Die Maserung ist stimmig. Das Clou Hartöl gibt eine schöne Anfeuerung der Maserung.
Ein Blick ins Innere.
und von Aussen. Der Schrank ist zur Inspektion beim West Geesthacht Handtoolevent freigegeben.
Morgen fahre ich zu Gerd und baue einen Infill.....

Sonntag, 2. August 2009

und die letzte Schublade

ohne jede weitere Bearbeitung. Die Abmessungen stimmen, heute war ich in Form:und die andere Seite.
Von Innen gesehen, auch in Ordnung.
und nun das Gesamtbild. Bis zum West - Geesthacht - Handtoolevent sollte das Möbelstück fertig sein.

Sonntag, 26. Juli 2009

Versatile Huntboard 26.07.2009

Hier wird die 5 te Schublade eingepaßt. Mit dem #4 wird die Seite der Schublade abgehobelt. Ihr seht, die Zinkenproportion der verdeckten Zinken ist optimiert. Ca. 5 mm bleiben von der Schubladenfront stehen. Das ist stark genug, damit man ein Abbrechen verhindert und trotzdem ist die Zinke lang genug.
Einer der schönsten Späne heute. Man kann fast (mit gutem Wille) durchschauen. Für alle, die auch noch Schubladen bauen wollen. Es ist wichtig, daß man den Boden zum Schluß einbaut. Sonst kann man diese nützliche Vorrichtung nicht benutzen.

Mein Fotograf war wieder verfügbar. Also schnell noch ein Foto mit Opi.Hier sind die Schubladen eingebaut. Man achte auf die durchgehende Maserung der oberen Schubladen. Die größere untere Schublade habe ich leider nicht mehr einbeziehen können. Da scheitert es dann eben am Durchmesser der europäischen Kirsche. Der #1 und die Säge von Klaus und Pedder (davon hätte ich gerne eine mit Crosscut und eine mit Rip) stehen auf dem Top. Dies muß natürlich noch gekürzt und abgeschrägt werden.
Schublade 4 und 5. Es fehlt also nur noch eine Schublade.

Hier sind die Stopblocks eingeleimt worden. Sie werden nach guter Becksvoort Tradition noch mit Leder beklebt. Aber natürlich erst nach dem Ölen.

Sonntag, 19. Juli 2009

Versatile Huntboard 19.07.2009

Die dritte Schublade ist fertig:


Gesägt mit der Klaus' und Pedders Säge.

Samstag, 18. Juli 2009

Ein neue Säge von Klaus und Pedder

Eine neue KP ist diese Woche eingetroffen. Kurzer Größenvergleich zu einer LN. Die KP ist länger, hat einen stärkeren Rücken und ein tieferes Blatt.


Sägeprobe. Griffig und schnell. Die schiefen Schnitte sind mein Fehler. Ganz rechts, das waren die letzten Schnitte. Einwandfreie Performance.
Hier wird eine Schublade gezinkt. Die Säge ist etwas zu schwer dazu. Normal würde ich die LN nehmen.
Das obere Horn verursacht bei mir Druckstellen. Für meine Hand nicht geeignet. Das Horn geht weiter als die LN raus.
Saubere Verarbeitung. Die Schrauben sitzen, der Griff ist handschmeichlerisch gerundet.
Einmal umgedreht. Ebenfalls saubere Arbeit.
Mein Fotograf ist zurück. Hier wird die Frontseite der Schublade gesägt. Man muß schräg ansetzen. Eine filigrane Arbeit. Kein Problem mit der KP. Trotz der Größe und des Gewichts.
Schnell noch ein Foto.
Und von der anderen Seite. Jetzt wird die linke Seite gesägt. Man sieht deutlich, wie sich das obere Horn in meine Hand eingräbt.
Wir setzen wieder an.
Nahaufnahme. Einmal für Klaus und Pedder. Man sieht es ist alles schön poliert. Auch Jürgen - als Uhrmacher - wird es freuen, daß man sogar die Hand und das Armband erkennt. Eine tolle Arbeit.
Fazit: Wieder eine Klassesäge. Für mich eine schöne Bezahnung, ich habe nicht nachgemessen, würde aber 15 PPI schätzen. Vielleicht sagt Pedder noch etwas dazu. Der Griff ist super, leider stört das obere Horn bei meiner Hand (für eine andere Hand mag das optimal sein), sonst würde ich sie gerne behalten wollen und für die Korpuszinkung oder zum Zapfenschneiden einsetzen wollen.