Sonntag, 6. September 2009

TLT-Säge - Haupttest mit Alex 27.06.09

Schnitt der LN




Links: Drei LN; Rechts die Two Lawyers Tools (TLT)






Am 26. Juni stand Alex mit mächtigen Sägen bewaffnet vor meiner Haustür. Es sollte die TLT Säge verglichen werden. Zuerst für Klaus die Maße meiner Hand.
Der "offizielle" Klaus Pedder (TLT) Sägen Test:

und noch eine.

Hier teste ich die Gramercy. Im ersten Augenschein hat sie mir nicht zugesagt. Hinterher wurde sie einer der Stars.
Wieder die Gramercy.
Alex mit der TLT.
Wieder Alex mit der TLT.

Hier die Sägen, die wir unter anderem getestet haben.
von oben nach unten:
Gramercy, Adria, TLT, LN und eine Adria Zapfensäge. Schön auch die unterschiedlichen Größen. Links ist eine Mike Wenzloff Crosscut Panelsaw. Für mich die schönste Säge, die ich jemals in der Hand hatte. Die zu testende TLT liegt zwischen der LN Dovetail und der Adria Zapfensäge.



Jetzt kommt der ultimative Sägentest. Von rechts nach links - so wie wir gleich auch die Sägeschnitte sehen: Adria, LN Progressive Pitch, Adria Zapfensäge, TLT, LN Dovetail (Pedder geschärft) und die Gramercy.
Zuerst war Alex dran.
Das Ergebnis. Die Gramercy hat aufgrund der Dünne des Blatts den feinsten Schnitt. Die anderen liegen auf einer Ebene.

Jetzt war Bernhard dran.
Es wurde schön bis zum Rücken durchgesägt



Ich hatte unten kleine Ausreisser.

Allgemeines Fazit, was Alex sicher noch schreiben wird, die TLT spielt in der obersten Liga locker mit. Klaus und Pedder sind auf dem besten Wege, eine Sägenmanufaktur der ersten Güte aufzubauen.
Jetzt aber das Schöne: Alex schaut mich an und sagt, wenn er von allen Sägen nur eine haben könnte, würde er die von Pedder geschärfte LN Dovetail nehmen. Sie sei die universellste. Ich habe zugefügt und die zweite wäre die Gramercy, ideal für meine Schubladen mit Wänden von 10 - 15 mm. Ich habe die Gramercy nach erster Abneigung richtig lieb gewonnen.

Nach der Arbeit mußten wir uns dann gehörig stärken.

Kommentare:

  1. Da haben sich 2 Tester mächtig ins Zeug gelegt. Vielen herzlichen Dank, Bernhard und Alex!

    Ihr habt Nachsicht, wenn mein besonderes Augenmerk auf dem Griff liegt. Da fällt auf, dass der auf unserer Säge montierte weder Bernhard, noch weniger aber Alex passt. Der Griff passt zur Handbreite von 105 - 110 mm. Er wurde nach Pedders Hand gemacht und Pedder hat richtig grosse Hände.

    Die Form unseres Griffes macht nur Sinn, wenn er zur Hand gut passt. Die beiden Hörnchen oben und unten sollen vollen Kontakt mit der Hand haben ohne zu drücken. Das vordere Hörnchen soll ebenfalls vollen Kontakt zum kleinen Finger haben, der Mittelfinger soll jedoch oben weder die Innenrundung noch die Wangen berühren. Wenn das gewährleistet ist, besteht die volle Kontrolle über das Werkzeug.

    Bernhards Hand hat -wenn ich das richtig ablese- die Breite von ca. 90 - 92 mm. Sie entspricht damit meiner. Von unseren 3 Standardgrössen ist das die kleinste.

    Alex hat sehr schlanke Hände. Für ihn muss ein wirklich gut passender Griff angefertigt werden. Mit unseren 3 Grössen kommt er nicht klar. Das gilt bei ihm aber auch für die anderen Sägen, soweit man das auf den Fotos beurteilen kann. Auch deren Griffe sind für ihn deutlich zu gross.

    Danke Bernhard für die ersten 2 Fotos. Um ein präzises Messergebnis zu bekommen, sollten die 2 Maße jedoch mit der Schiebelehre genommen werden. Bei dem Maß der letzten drei Finger meinte ich nicht das im Bereich der Handknöchel, sondern das am 1. Fingergelenk.

    Mir liegt wirklich daran, dem jeweiligen Tester einen passenden Griff zur Verfügung zu stellen, weil die Säge damit an Kontrolle und somit an Qualität gewinnt. Ich konnte die Blätter schon mit allen 3 Griffgrössen testen und weiss daher, dass ein wirklich passender Griff noch eine spürbare Portion "Extraqualität" mitbringt.

    Den Testern nochmals ein herzliches Dankeschön!

    Klaus

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  2. Hallo

    Vielen Dank an Euch beide für diese tolle Aktion! Mich würde natürlich interessieren, wie Euch das relativ hohe Gewicht und die relativ grobe Bezahnung gefallen hat. Von diesen Werten her handelt es sich ja eher um eine kleine Zapfensäge, als um eine dovetail saw.

    Die 15 tpi von der LN gefielen besser? Das wäre keine Problem.

    Liebe Grüße
    Pedder

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  3. Hallo Klaus,

    vielen Dank. Ich hätte jetzt nicht gedacht, daß ich mit Handschuhgröße 12 zu der kleinsten Gruppe gehöre.
    Jetzt mit Schieblehre gemessen.
    90 mm und 61 mm.

    Hallo Pedder,

    das Gewicht der KP hat mich nicht gestört, aber ich fand auch nicht den Vorteil. Alex ist ein Qualitätsmerkmal aufgefallen. Ihr sägt das Blatt am weitesten ein.

    Bei der LN weiß ich nicht, ob es die 15 TPI waren, oder halt Deine guten Schärfkünste. Diese Säge ist nach Deiner Aktion schon gebraucht worden, also gut eingefahren. Im Vergleich mit den anderen Sägen, auch der PP ist sie sehr bissig und schnell. Dabei war sie unheimlich laufruhig. Allerdings kurz dahinter kommt die KP. Ich bin überzeugt davon, wenn sie ein wenig in Gebrauch kommt, geht sie genauso gut.

    Grüße nach Kiel und Süddeutschland

    Bernhard

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  4. Hallo Bernhard,

    unsere 3 Grössen entstanden so, dass ich die ersten Griffe nach meiner Hand formte (die war halt immer da :-)). Dann machte ich einen für Pedder, der um einiges grösser sein musste. Weil mir der Unterschied zu gross war, habe ich genau dazwischen nochmals eine Grösse eingeschoben.

    Vielleicht kann Alex seine Hand ebenfalls ausmessen. Dann mache ich eine weitere Schablone für schlanke Hände, um damit das Spektrum abzurunden.

    Herzliche Grüsse
    Klaus

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  5. Hallo Ihr Sägenfreunde,

    ganz wichtig: danke, dass ich Tester sein durfte und ein ganz großes Dankeschön auch an Dich, Bernhard (und natürlich Deine Frau) für Eure Gastfreundschaft.

    Ich versuche mal, der Reihe nach meine Eindrücke aufzuschreiben:

    Wie Bernhard schon gesagt hat, spielt die PK Säge ganz oben mit. Es macht Spaß, mit so schönem Werkzeug zu arbeiten :-)

    Bezahnung: ich denke es muss nicht feiner sein, zumindest für die getestete Holzstärke (prima zum Korpus zinken). Andererseits ist nach meinem Eindruck die von Dir, Pedder, geschärfte LN nicht langsamer ... Ich würde es davon abhängig machen, ob Ihr eine Säge ausschließlich für das Zinken im Möbelbau anbieten wollt oder ob sie als Universalsäge auch als kleine Zapfensäge dienen sollen. Bei größeren Querschnitten spielt die gröbere Bezahnung sicher Ihre Vorteile aus. Achso: die Bezahnung läuft sehr ruhig, Start ist problemlos.

    Griff: Die fließend verlaufenden Formen finde ich super, keine Kanten im Griffbereich, so soll es sein. Eine Frage zu den Schrauben: bleiben die so, mit einer Fase am Schraubenkopf? Das fände ich optisch nicht so schön. Bitte seht es mir nach, wenn das nur beim Prototypen so ist, dann hat sich die Frage natürlich erledigt. Am schönsten finde ich, wenn die Schrauben bündig mit dem Holz verschliffen sind, das sieht einfach wertig aus. Bei meinen Wenzloff Sägen ist das so, bei der Gramercy nicht.

    Griffgröße: Ich bin mir noch nicht im klaren darüber, wie wichtig das wirklich ist. Wahrscheinlich auch, weil keine meiner Sägen einen für mich gemachten Griff hat. Die Gramercy hat von allen auf den Bildern gezeigten Sägen den größten Platz zwischen den Hörnchen, trotzdem fühlt sich der Griff gut an. Aber wie gesagt, ich bin wahrscheinlich einfach daran gewöhnt, dass alle Standardgriffe für meine Hand zu groß sind. Maße von meiner Hand kommen in Kürze.

    Rücken: Mir ist aufgefallen, dass Ihr den Rücken mit Abstand am tiefsten schlitzt - hat Bernhard ja oben schon geschrieben. Wenn das in der Herstellung problemlos ist, lasst es so. Wenn es Probleme bringt, würde ich es noch einmal überdenken. Sowohl Adria als auch LN schlitzen nur ca. halb so tief ein. Wenn Ihr genaue Maße braucht, sagt bitte Bescheid.

    Gewicht und Größe: Hier wäre wie oben schon erwähnt interessant zu wissen, ob ihr die Säge auch als kleine Zapfensäge verstanden wissen wollt. Vielleicht könnt Ihr dazu noch etwas schreiben. Für eine reine Zinkensäge (Möbelzinken) finde ich persönlich etwas kleiner besser. Zum Gewicht - ich lese so oft, dass viele Leute das bevorzugen, also lasst Euch bitte nicht von mir in die Irre führen :-) Ich finde, dass es keinen Unterschied macht. Es stört aber auch nicht.

    So, ich denke das war erst mal das Wichtigste. Bitte bedenkt, dass das alles Eindrücke eines Nachmittages sind. Ich weiß von mir selbst, dass die ersten Eindrücke sehr wichtig und oft richtig sind, aber eben nicht immer.

    Viele Grüße aus Hamburg,
    Alex

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  6. Hallo Sägentester,

    Klaus hat angeregt, dass ich euch den aktuellen Protozyp auch noch rum schicke. Der Sieht so aus, wie wir uns das vorstellen (wenn man von einigen verfärbten Stellen im Blech absieht)! Wer will zuerst?

    Die Anregungen helfen uns weiter, auch wenn sie letztlich das 2-Pitch-konzept in Frage stellen. Was aber nicht schlimm ist. Wir haben es nicht erfunden und es hat sich als Konzept von Disston nicht durchgesetzt.

    Liebe Grüße
    Pedder

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  7. Danke Alex!

    Dein Hinweis bzgl. der unterschiedlichen Schlitztiefen in den Rücken ist sehr interessant. Könntest du uns die Daten der anderen mitteilen?

    Die Griffschrauben kritisierst du zurecht. Die sind nur an dem Prototypen so (hässlich). In der kleinen Serie werden Schrauben und Muttern ohne Fase plangeschliffen sein. Auch die Bohrungen für Schrauben und Muttern werden genau passen. Bei dem Ahorn habe ich einen Versuch mit 0,5 mm grösseren Bohrungen gemacht, damit die Schrauben etwas leichter laufen. Ist aber missglückt, sieht schlimm aus.

    Die Säge ist nach unserer Meinung auch als kleine Zapfensäge einsetzbar. Wir wollten eine relativ kleine Rip Cut machen, die aber nicht nur Zinken schneiden kann. Das muss ja aber nicht das letzte Wort (oder die letzte Säge)sein :o).

    Die nach dem Test genommene Stärkung habt ihr euch redlich verdient ...

    Viele Grüsse
    Klaus

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  8. Hallo Pedder,
    ich nehme die Säge gerne.

    Grüße
    Bernhard

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