Sonntag, 29. April 2012

Sekretär Jasmin - 29.04.2012

Liebe Holzfreunde,

es geht weiter mit den Zapfenlöchern für den Rahmen der Rückwand. Heute möchte ich sie mit der Oberfräse herstellen. Ich hätte zwar noch eine LaLo, aber die ist aufwändig anzubauen und außerdem mag ich die niedrige Arbeitshöhe nicht.

Zuerst wird die Mitte gesucht. Dazu wird der kleine Starretwinkel auf 10 mm eingestellt und dieses Maß mit dem Streichmaß abgenommen.

Das übertragen wir dann auf das Rahmenholz und haben somit die mittige Führung für die Oberfräse.

Als Unterstützung für die Oberfräse habe ich mir ein Zauberbrett gebaut. Dies wird in die Vorderzange gespannt und das zu fräsende Holz schließt bündig mit der Auflage ab. Mit kleinen Zwingen kann man den zu fräsenden Rahmen schnell festspannen und damit sichern. Achtung, trotzdem benötigt man noch einen durchgehenden Zusatzanschlag für den Parallelanschlag der Oberfräse. Aber das dürfte klar sein.

Durch die flexible Einspannung in der Vorderzange war auch die höhere Friese kein Problem. Übrigens, bei einer solchen Aktion ist man froh, wenn die Oberfräse nicht so schwer ist. Also die Freunde der 1400 Watt Klasse brauchen bei einer solchen Aktion gut trainierte Oberarme.....


Samstag, 28. April 2012

Sekretär Jasmin - 28.04.2012 die zweite

Liebe Holzfreunde,

es geht weiter und schon liegen die Füllungen im Leim.
Hier noch ein schöner Span vom der nächsten Füllung, die noch gefügt wird.

Astlöcher werden noch ausgebohrt werden müssen und mit Leimis verfüllt werden. Hier werden die Leimis ausgebohrt. Achtung, nicht ganz durchbohren.

Und dann an die Bandsäge.

Schon fallen sie raus.

Und werden eingeleimt.

Überstände werden kurz mit dem LN Blockhobel eingeebnet. Maul auf und grobe Abnahme garantieren schnellen Fortschritt.

Schon steht die Rückwand in Einzelteilen in der Werkstatt.


Sekretär Jasmin 28.04.2012

Liebe Holzfreunde,
es geht weiter mit der Rückwand. Grundsätzlich fertige ich die Rückwand ebenfalls aus echtem Holz, auch wenn man das Möbel in der Regel an eine Wand stellt und man somit den Aufwand nicht unbedingt erkennt. Die Rückwand verleiht dem Möbel die nötige Stabilität, ähnlich dem Sockel. Also ist auch hier nötige Sorgfalt Pflicht. Die Rückwand wird Rahmen und Füllungen haben. Hier sind die Teile für die drei Füllungen.
So sieht der Rahmen aus. Aufgrund der gefälligeren Optik wird die untere Friese breiter. Die Seiten sind am Boden abgeschrägt und natürlich werden die mittleren Unterteilungen noch gekürzt. Verbunden wird es mit Zapfen und Nuten.

Aber vorher werden noch die Kanten gefügt. Dies macht der LN 5,5.

L

Montag, 9. April 2012

Sekretär Jasmin - 09.04.2012

Liebe Holzfreunde.

jetzt ist die Korpusunterteilung fertig. Der Sockel der Front ist jetzt ebenfalls fertig. Jetzt kommt ein Punkt, der in meinen Augen sehr wichtig ist, den man aber hinterher nicht auf den ersten Blick sieht. Es geht um das Anbringen der Leimblöcke (engl. glueblocks) die dem Sockel sehr viel Stabilität verleihen.
Wir denken dran, der Sekretär kann nur im Ganzen bewegt werden und dies wird wohl in der Regel rutschend passieren. Da werden Kräfte wirken.

Die Leimblöcke werden aus Abfallhölzer gesägt, die Kanten gebrochen, dies mache ich auf dem Metabobandschleifer und dann werden die Löcher gebohrt und auf beiden Seiten gesenkt. Damit hat man höchste Flexibilität, wie man die Blöcke letztendlich platziert.

So schaut es dann aus. Das Anschrägen der Blöcke ist wichtig, da Leim an der Kante austritt und der kann dann in die Schräge ausweichen. Weiterer wichtiger Punkt, der Leimblock hilft später, die Mobelgleiter mit aufzunehmen.
Voilá, jetzt ist die Rückseite dran.

Sonntag, 8. April 2012

Sekretär Jasmin - 08.04.2012 die zweite

Liebe Holzfreunde,

hier seht Ihr die Lauf und Kippleisten mit den auf der Metabo TKS hergestellten Zapfen. Die Maschinenrückstände werden mit dem LN 5,5 entfernt und anschließend mit dem Blockhobel von LN die Kanten gebrochen



Die Bohrungen werden angezeichnet. Immer etwas größer Bohren, denn die Holzbewegungen werden mitgemacht werden müssen.

Vor dem Einpassen werden die Zapfen nachgearbeitet. Das macht der LN mittlere Simshobel.
Die hintere Leiste wird von vorne als Abstandsholz gemessen. Man arbeitet von oben nach unten, dann kann man die Seite entsprechend kürzen.
Hier ist einer der äußerst seltenen Fälle, wo ich mal den Festo Schrauber nehme. Ansonsten liebe ich den Bosch. Natürlich mußte ich den Festo Akku erst einmal aufladen, da er unerklärlicherweise noch die alte Akkutechnik hat. Andere waren da viel weiter.
Jetzt machen wir den vorderen Fußsockel. hier ist die Leiste unter dem letzten Boden.


Rechte und Linke Sockelseite
So muß es zusammen. Das macht die Bandsäge
Ein Lamello wird gesetzt
Und im Leim
Und am Korpus.

Sekretär Jasmin - 08.04.2012

Liebe Holzfreunde,

nächstes Kapitel Innenausbau. Mit der Tischfräse werden die Unterteilungen genutet, damit die Führungs- bzw. Laufleisten der Schubladen mit den Unterteilungen verbunden werden können.

Noch einmal ein Probestück für die Gratfeder.

Die obere Unterteilung. Die Front wird noch einmal gehobelt, damit alle Kanten schön scharf sind.

Und schon paßt es. Jetzt kommen noch die Lauf- und Führungsleisten und dann geht es an die Rückwand.

Samstag, 7. April 2012

Sekretär Jasmin - 07.04.2012

Liebe Holzfreunde,

ein weiteres Kapitel Innenausbau. Jetzt werden die Gratfedern gefräst. Dies wird auf dem Frästisch gemacht und so schaut es aus:


Das Kantholz dient zum Richten des Teils und man kann die Wand schön daran führen. Vor Ende des Fräsgangs schnell noch ein Opferholz, damit nichts ausbricht.

Und dann wieder Handarbeit. Ein paar Striche mit dem LN 98 und 99 damit die Wand angenehmer in die Gratnut passt.

Und die andere Seite.

Die letzten 5 mm kommen in den Leim. Ansonsten kann die Wand nicht arbeiten.

Die letzten Einschlagspuren werden mit dem LN Blockhobel beseitigt.

Das sind die Hölzer für die Unterteilung der Schubladen. Ich habe gleich ein paar mehr gemacht, falls man sich verfräst. Da werden dann morgen die Gratfedern eingefräst.

Freitag, 6. April 2012

Sekretär Jasmin - 06.04.2012 die Zweite

Liebe Holzfreunde,

der Innenausbau schreitet voran. Nachdem die Äste ausgebohrt und mit den Leimis verfüllt sind, werden die Gratnuten für die vordere Schubladenreihe gefräst. Natürlich nehmen wir nach alter Handwerkersitte wieder die graduierten Schubladen und nicht wie heute üblich (aufgrund der einfacheren Maschinenjustierbarkeit) die Einheitsschubladengröße. Hier werden die Fräsmaße übertragen, damit es nachher stimmig ist.
Der Aufbau für das Fräsen der Gratnut

Und schon fertig. Morgen kommen die Gratfedern für das Einschieben in den Korpus an die Reihe.

Sekretär Jasmin - 06.04.2012

Liebe Holzfreunde,

es geht weiter mit dem Innenausbau des Sekretärs. Hier werden die Seitenteile für die Türfächer gefügt. Die Seitenteile sind rund 50 cm hoch und dafür reicht der LN #5,5.

So schauen die dann zusammengelegt aus.

Und hier unten müssen die dann später mit einer Gratfeder rein. Links unten in der Bildecke stehen die Seitenteile im Leim.

Antworten

Liebe Holzfreunde,
leider kann ich noch immer nicht direkt auf die Kommentare antworten, also muß es so gehen.

@Andi, Muffi und Jasmin

vielen Dank für die freundlichen Kommentare

@ Kathrin
die Münze sollte eigentlich aus dem Entstehungsjahr sein und wurde früher regelmäßig verbaut

@ Michael

vielen Dank für Deinen Kommentar. Die Zapfenschneideeinrichtung habe ich seit einigen Jahren und sie ist aus den USA. Allerdings mußte ich die T-Schniene auswechseln, da die originale nicht paßte. Dies ist mir mit einigem Geschick (Bohren und Gewindeschneiden) und mit Hilfe von Metabo (sie haben mir eine Ersatzschiene gesendet) gelungen. Natürlich wollte ich ein schöneres Teil haben, nämlich so eins, wie Garrett Hack es benutzt (ich sende Dir mal einen entsprechenden Artikel), aber leider habe ich es nicht gefunden.

Natürlich könnte ich die Zapfen auch auf der Tischfräse schneiden, aber so geht es für mich schneller.

Frohe Ostern allen geneigten Lesern

Grüße
Bernhard

Montag, 2. April 2012

Sekretär Jasmin - 01.04.2012

Liebe Holzfreunde,

es geht weiter mit dem "Innenausbau" des Sekretärs. Hier werden die Zapfen für die Führungen der beiden Schubladen gesägt. Die Sägevorrichtung auf der Metabo TKS.

Dann werden die Seiten mit der LN Säge gekürzt. Anschließend mit dem LN Stechbeitel und der Feile gerundet. Die Kanten mit dem LN Blockhobel gebrochen.
Die Zapfen sind etwas zu stark. Deshalb das Beihobeln mit dem LN Blockhobel 60 1/2 R. Die Sohle ist schön poliert, man erkennt gut, wie sich die Späne in der Sohle spiegeln.

So schaut es aus. Die Gratnuten für die beiden Schrankinnenseiten müssen jetzt noch verlängert werden. Die geschieht mit der Oberfräse, aber jetzt gibt es erst einmal Fußball.